OMKMS 2026

OMKMS 2026 Recap

Zwischen KI-Gesetzen und Gänsehaut – Unser Trip ins Marketing-Trainingslager

Anni und Annika waren für das onmari-Team dieses Jahr zum ersten Mal auf der Online Markting Konferenz OMKMS in Münster im Preußenstadion – und hier kommt ihr Bericht:

Wenn du an Online-Marketing-Konferenzen denkst, erwartest du wahrscheinlich das Übliche: Viele Buzzwords, noch mehr Kaffee und die obligatorischen Folien über den Untergang von Google.

Aber Hand aufs Herz: Wir sind mit viel mehr nach Hause gekommen als nur mit einer vollen Tasche Infos. Wir haben Wissen mitgenommen, das für dich und deine Sichtbarkeit schon morgen entscheidend sein kann.

Anni und Annika auf der OMKMS Konferenz 2026OMKMS im Preußenstadion Münster

Hier sind unsere Highlights und Take-aways, die du auf dem Schirm haben solltest.


1. KI & Recht: Zwischen „Karriere“ und „Knast“

Das Thema Künstliche Intelligenz war natürlich omnipräsent. Aber statt grauer Theorie gab es handfeste Ansagen, besonders was die rechtliche Seite angeht.

Der EU AI Act: Was auf uns zukommt

Larissa Normann hat uns durch den Dschungel der KI-Verordnung geführt. Zwei Dinge solltest du dir rot im Kalender markieren:

  • Transparenzpflicht (ab August 2026): Alle Inhalte, die von einer KI erstellt wurden, müssen deutlich gekennzeichnet sein. Das wird die Art, wie wir Content konsumieren, massiv verändern.

  • KI-Kompetenzpflicht: Diese gilt tatsächlich jetzt schon. Unternehmen, die KI nutzen, müssen sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter wissen, was sie tun.
    Das Problem: Es gibt noch keine objektiven Kriterien. Reicht ein internes Training durch einen „Experten“ aus dem eigenen Team oder muss es direkt ein IHK-Zertifikatsein? Die Antwort bleibt die EU noch schuldig, aber Untätigkeit ist keine Option.

Das rechtliche Trainingslager

Stefan Rymar hat uns in seinem sehr unterhaltsamen Vortrag vor die Wahl gestellt: „Knast oder Karriere?“. Hier einige Take-aways:

  • Urheberrecht bei KI-Bildern: Ein wichtiger Punkt – nicht nur für Hotels! Rein gepromptete Bilder genießen kein Urheberrecht. Wenn du also ein KI-Bild von dir oder deinem Haus nutzt, könnte theoretisch jeder andere es ohne zu fragen auch für sich verwenden.

  • Die Faustregel: Frage dich immer: Weiß der Kunde gerade, dass er es mit einer KI zu tun hat? Kennzeichnung ist die sicherste Route.

  • Prognose: Plattformen werden KI-Content in Zukunft wahrscheinlich irgendwann automatisch erkennen und labeln. Aber bis es soweit ist, müssen wir selbst ran.


2. Von SEO zu GEO: Wie du in der KI-Suche stattfindest

Anni hat besonders beim Vortrag von Julia Weissbach genau hingehört. Die Frage ist nicht mehr nur: „Wie ranke ich bei Google?“, sondern „Wie werde ich die Antwort der KI?“.

  • Relevante Prompts: Wir müssen Inhalte schaffen, die so präzise sind, dass die KI sie als perfekte Antwort für die Zielgruppe erkennt.

  • Social Community als Boost: Wer aktiv in Communities ist, schafft Signale, die auch für die KI-Suche immer wichtiger werden.

  • Die Brand-Lücke schließen: Oft klafft eine Lücke zwischen dem, wie wir uns als Marke sehen (Selbstbild), und dem, was draußen ankommt. Diese Lücke zu schließen, ist der Schlüssel für Impact in der „AI Search“.


3. Psychologie & Messaging: „Mehr böse, bitte!“

Einen der unterhaltsamsten und gleichzeitig wertvollsten Impulse gab es von Oliver Spitzer. Seine Botschaft: „Mehr böse bitte, liebe Marken!“ – klingt paradox, ist aber pure Psychologie.

  • Triggernde Headlines: Wir sind oft zu „nett“. Wer auffallen will, muss psychologische Trigger nutzen. Das bedeutet nicht, negativ zu sein, sondern mutiger und aktivierender zu formulieren. Die Tonality entscheidet, ob jemand scrollt oder klickt.

Passend dazu hat Philipp Bunk aufgezeigt, wo wir diese Aufmerksamkeit heute abgreifen: WhatsApp. Die Zahlen sind für jeden Marketer ein Weckruf:

  • Die App wird 3x öfter geöffnet als jede andere.

  • 98 % Öffnungsrate bei Nachrichten.

  • Messenger-Marketing ist der Kanal der Zukunft für Angebote – wenn man es richtig macht.


4. Creator Marketing: Die Macht der „Kleinen“

Dass Influencer wichtig sind, ist kein Geheimnis. Aber Michael Elschenbroich hat den Fokus auf das gelenkt, was für unsere Kunden (besonders Hotels) wirklich zählt: Micro & Nano Influencer (bis 150k Follower).

  • Höhere Conversions: „Kleinere“ Creator haben oft eine viel engere Bindung zu ihrer Community.

  • Reale Zielgruppe: Es geht nicht um die Masse, sondern um den Match. Der Content-Type und das Format müssen zur Plattform und zur Marke passen. Authentizität schlägt Reichweite.


5. LinkedIn: Deine Bühne für GEO

Auch LinkedIn spielt in dieser neuen Welt ganz oben mit. Britta Behrens hat klargemacht: LinkedIn ist nach Reddit die zweithäufigst zitierte Quelle bei GEO.

Das bedeutet für uns: Wir checken gerade nicht nur unseren eigenen onmari-Auftritt, sondern schauen bei unseren Kunden noch genauer hin, was wir dort optimieren können. Wer auf LinkedIn stattfindet, steigert auch die Chancen in den Antworten von ChatGPT und Gemini stattzufinden.


6. Der Moment, in dem es still wurde: Storytelling mit Herz

Der Abschluss der Konferenz war insane. Die Keynote von Wolfgang Jung zum Thema Business Storytelling hat uns eiskalt erwischt.

Er hat nicht nur darüber gesprochen, warum persönliche Geschichten die Basis für jedes Business sind – er hat es live demonstriert. Ich übertreibe nicht: Wir hatten tatsächlich Tränen in den Augen. Er hat gezeigt, dass hinter jeder Marke, jedem Hotel und jedem Marketing-Konzept am Ende Menschen stehen.

Sein Auftrag an uns alle für den Feierabend war so simpel wie kraftvoll:

„Fragt eure Mitmenschen öfter mal: Wie geht es dir eigentlich (wirklich)?“


Unser Fazit für dich

Die OMKMS hat uns gezeigt: Die Technik (KI, GEO, Messenger) wird immer komplexer und rechtlich verbindlicher. Aber je digitaler wir werden, desto wichtiger wird die echte, menschliche Geschichte und die mutige Ansprache dahinter.

Wir bei onmari nehmen diesen Mix aus technischer Präzision (KI & SEO), mutiger Psychologie und emotionalem Storytelling mit in unsere nächsten Projekte.

Hand aufs Herz: Nutzt du schon die volle Power von WhatsApp oder LinkedIn für deine Marke? Und wann hast du das letzte Mal eine Geschichte erzählt, die wirklich berührt? Wenn du Unterstützung brauchst, die „Brand-Lücke“ zu schließen – wir sind bereit!

Der beste TIPP kommt ganz zum Schluss: Noch bis zum 31.05.2026 gibt es die Tickets für die nächste OMKMS zum Early Bird Preis. 😉 Und denn sehen wir uns im nächsten Jahr in Münster!

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Kategorien: KI / GEO, Online Marketing
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